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“BURNOUT” TV-Tipp: Brief an mein Leben – Mo. 25.4.16, ZDF, 20.15 – 21.45 Uhr

Noch eine Konferenz, noch ein Interview, noch eine Veröffentlichung – bis Wissenschaftlerin Toni Lehmstedt (Bäumer) irgendwann auf dem Flughafenklo zusammenbricht. Und weitermacht. Und wieder zusammenbricht. In der Klinik spricht Dr. Pogel (Hanns Zischler) von “Burnout”. Langsam dämmert Toni, was fehlt – und warum ihr die Nähe zur großen Liebe Maria (Christina Hecke) so schwerfällt…

“Brief an mein Leben” setzt auf dem gleichnamigen autobiografischen Buch von Miriam Meckel  auf – der Lebensgefährtin von Anne Will. Ab ins Schlafzimmer der TV-Talkerin? Regisseur Urs Egger konzentriert sich lieber auf seine Geschichte, erzählt die lesbische Beziehung angenehm beiläufig und macht nicht zuletzt dank seiner fantastischen Hauptdarstellerin Marie Bäumer ein ebenso diffuses wie gefährliches Krankheitsbild verstehbar.

 

Zum Buch von Miriam Meckel:

“…Bald konnte sie die Symptome der Erschöpfung – Konzentrationsschwierigkeiten, Bauchschmerzen, Schlafstörungen, Schweißausbrüche, Hörsturz – nicht mehr ignorieren. Der Arzt diagnostizierte einen “schweren Erschöpfungszustand und eine Infektion der Stoffwechselorgane”, schreibt Meckel in ihrem neuen Buch “Brief an mein Leben”, in dem sie von ihrem Burn-out-Syndrom erzählt.
Sie verbringt fünf Wochen in einer Klinik im Allgäu. Die Therapie beginnt mit einem kommunikativen Stubenarrest: kein Telefon, kein Internet, keine Mails und – einen Tag lang – auch keine Gespräche. Meckel sitzt auf ihrem Zimmer und guckt in die Schneelandschaft. Alles, was sie hört, ist ihr Tinnitus….”.  (Quelle: www.taz.de)

 

 

 

 

 

 

Burn-Out-Buch-Rez._TV_TippQuelle: rtv media group GmbH

 

 

Burnout als Warnung an den Körper

Nach Schätzungen von Gesundheitsexperten und Krankenkassen sollen in Deutschland bis zu 13 Millionen Arbeitnehmer zumindest zeitweise von dem Phänomen Burnout betroffen sein. Der Film „Brief an mein Leben“ zeigt anhand der fiktiven Protagonistin Toni (gespielt von Marie Bäumer), dass viele Menschen sich die Symptome dieser Krankheit zunächst nicht eingestehen wollen – bis es dafür sehr oder zu spät sein kann. Nicht jeder leidet an Burnout, wenn er gestresst ist und das Bedürfnis nach Ruhe verspürt. Doch die Gefühle von Erschöpfung und Ausgebranntsein gepaart mit der Überlastung in Arbeit und Alltag  gelten als Vorzeichen der Krankheit. Auch anhaltende Müdigkeit, nachlassende Leistungsfähigkeit, innere Leere sowie körperliche Symptome wie Rücken- und Kopfschmerzenkönnen Hinweise auf das Vorhandensein einer Burnout-Erkrankung sein.

 

Hilfe bei Burnout

Der erste und zugleich auch der schwierigste Schritt ist, sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht. Bei einem persönlichen Verdacht auf Burnout sollte der Hausarzt der erste Ansprechpartner sein. Nach einer gründlichen Analyse der Situation, bei der vor allem die absolute Ehrlichkeit des Patienten gefragt ist, kann der Hausarzt bei Bedarf weitere Schritte einleiten. Das kann die Überweisung an einen Spezialisten bedeuten, üblicherweise einen Psychotherapeuten oder Psychologen, oder auch den Aufenthalt in einer Institution, wie sie der Film „Brief an mein Leben“ zeigt. Durch professionelle Hilfe kann Burnout gelindert und geheilt werden.

Quelle: ZDF

 

 

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Das Hörbuch/Vortrag

zum Thema “Burnout – Fegefeuer der Eitelkeiten” von Dr. med. Wolf-Jürgen Maurer – erschienen bei Anima Mea

Das Buch

“Brief an mein Leben” von Miriam Meckel – erschienen im Rowohlt Verlag

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