Bewusstseinstexte Dr. W.-J. Maurer

Angst oder Liebe – Du bist eingefroren, wenn Du Dein Herz nicht öffnest

von Dr. med. Wolf-Jürgen Maurer

 

An der Wurzel unserer Gefühle gibt es nur zwei Qualitäten: Angst und Liebe.
Beide sind wie Feuer und Wasser und können gemeinsam nicht existieren. Sie können sich allenfalls abwechseln.
Angst zieht zusammen, macht hart und undurchdringlich. Sie trennt, beschneidet und tötet das Leben.
Liebe ist weit, biegsam und offen, sie lässt Begegnungen zu, fördert das Wachstum und öffnet alle Kanäle, damit die Energie des Lebens fließen kann.
Kay Pollak, der Regisseur des Films “Wie im Himmel” drückt es sehr poetisch aus: »Ein heiliger Augenblick entsteht, wenn sich zwei oder mehrere Menschen angstfrei begegnen.«

Heilig kommt von heil sein, also ganz und vollständig. Mit anderen Menschen ohne Angst zusammen zu sein bedeutet, dass ich mich so geben kann, wie ich wirklich bin. Ich muss mich nicht verstellen und keine Maske tragen. Ich muss nichts verstecken. Alle Teile meiner Person dürfen einfach da sein und leben. Ich werde als ganzer Mensch akzeptiert. Alle miteinander können auf diese Weise ihre Gefühle und ihr Herz offenbaren und auch dem Gegenüber in die Seele blicken.

Wenn Sie überlegen, was Sie in Ihrem Leben glücklich macht, dann sind das oft genau solche heiligen Begegnungen. Glück entsteht immer in Situationen, in denen wir uns und unsere Nächsten so erleben, wie wir wirklich sind. Die Freude an unserem authentischen Sein macht uns glücklich.

Ihre Angst kann Sie also daran hindern, der Mensch zu sein, der Sie wirklich sind, oder besser, der Sie sein könnten.

 

Bekämpfen und betäuben Sie Ihre Angst nicht.

Der einzige Weg ist, durch die Angst hindurchzugehen. Bitte lassen Sie Ihre Angst zu, und fühlen Sie genau hin. Fragen Sie, wovor sie Sie schützen möchte. Gehen Sie liebevoll mit ihr um. Die Angst ist wie ein kleines Kind in Ihnen, das in den Arm ge-nommen werden will. Zeigen Sie ihm, dass jetzt ein Erwachsener da ist, der sich um es kümmert und der es beschützt.

Wer sein verletztes Herz aus lauter Angst nicht mehr für sich und andere Menschen öffnet, erfriert innerlich und stirbt den Kältetod der Verbitterung.
Die Hölle ist nicht heiß, sondern kalt, in ihr erfrieren Menschen.
Die Hölle besteht aus alten Verletzungen, die nicht vergeben werden können. Sie ist ein trennendes mentales Gefängnis aus Angst, die Lieben und Sich-lieben-lassen als zu gefährlich ausschließt.

Wagen Sie Verletzlichkeit und Offenheit und wagen Sie, wenn Sie spüren das Menschen nicht gut mit ihrer zarten verletzlichen Seite umgehen, dies offen anzusprechen,und wenn Sie dabei keinen Respekt, keine Wertschätzung , ja keine Einfühlsamkeit erleben, erlauben Sie sich auf Distanz zu gehen und verlassen Sie Menschen, die Ihnen nicht gut tun.

Verraten Sie niemals sich selbst.
Bleiben Sie vor allem sich selbst treu.
Das ist es was Ihre Angst Ihnen sagen will;
und noch etwas:

Liebe ist ein Vogel…sie muss fliegen.
Lass all den Schmerz in Dir sterben.
Du bist eingefroren, wenn Du Dein Herz nicht öffnest.
Und denk dran: Liebe ist keine Verpflichtung, sondern nur eine Offenheit des Herzens.

Und an erster Stelle steht immer Dein Respekt vor Dir und die Liebe zu sich selbst.

Das wünsche ich Ihnen,

Ihr Dr. Wolf-Jürgen Maurer

 

 

Wer sind wir?
“Der Schlag der Einsicht“ von Dr. Jill Bolte Taylor, Neuroanatomin

 

 

“Ich war zu Tränen gerührt,als ich diesen TED-Vortrag hörte. Wir sind mehr als unsere Körper. Wir sind unsterbliche geistige Wesen, die eine zeitweilige Erfahrung in einem Körper machen und uns zeitweilig mit der Identifikation unserer linken Hirnhemisphäre, unseres kleinen Angst Ich, des Egos, voneinander trennen. Doch wir können uns erinnern und in unserem Herzen so wie in einer Meditation erfahren, dass wir eins sind, nicht allein oder getrennt. Und wir können dabei unsere Angst verlieren, und tiefen Frieden jenseits unserer trennenden und begrenzenden gedanklichen Urteile erleben und unendliche Freude, Liebe und Verbundenheit.

Ist es verwunderlich, dass du infolge deiner gedanklichen Kategorisierungen, Interpretationen und Bewertungen Groll hegst, solange du glaubst, in dieser Welt in einem getrennten Körper gefangen zu sein? Dein Groll verhindert, dass du siehst, was du in Wahrheit bist: Du bist frei! Du bist nicht das Opfer dieser Welt. Du bist das Licht der Welt. In deinem Geist – nicht in der Welt – liegt deine Erlösung. Deshalb erinnere dich daran, dass du Geist bist und ein Kind der allverbindenden Liebe und die Angst nur eine Illusion und Produkt der Unglücksfalle deiner gedanklichen trennenden Urteile und Bewertungen.“

Ihr Dr. Wolf-Jürgen Maurer

 

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